Das Institut
für Micro-Finanzen (IMF) heisst mit ausführlicher
Bezeichnung "MEC La Colombe" : MICROFINANCES-EPARGNE ET
CRÉDIT.
Links: Momentaufnahmen aus der
Ausbildung
Nsambu, der
jüngere Sohn der Familie Neves, hatte in
Die
Gemüsekulturen von Gilchrist, dem älteren Sohn und der
Mutter Neves, dienen als
Vuvu ist
ausgebildete Lehrerin und hat sich auf das Nähen von
Kleidern spezialisiert. Sie arbeitet im Haushalt der Grossfamilie
Neves und mit zwei Handnähmaschinen unterrichtet sie zwei
Schülerinnen im Nähen. Sie möchte ein
Nähatelier eröffnen, wo sie Platz hat und jungen Frauen
das Nähen beibringen könnte.
Unter den vielen
Hilfsgesuchen im Sommer 2003 figurierte auch eine
Informatikschule. Von einem Freund erhielten wir das
Gratisangebot von einem Dutzend älterer, aber noch
funktionsfähiger Computer. Mit dem Transport zweier
Lastwagen konnten diese in den Kongo mitreisen. So konnte als
erstes eine Informatikschule und ein Internetcafé
aufgebaut werden.
Mit diesem Unternehmen
lässt sich relativ viel Geld verdienen. Gilchrist Neves
konnte dazu in günstiger Lage ein Gelände erwerben. Mit
dem Bau wurde 2007 begonnen, der Aushub und die notwendigen
Stützmauern sind vollendet. Nun wurde der Kredit für
den ersten funktionsfähigen Teil des Stalles gesprochen, und
der Bau kann nun in Angriff genommen werden.
Dank eines Camions (Mercedes 1722, 10-Tönner), der von
privater Seite vorfinanziert wurde, konnte das
Transportunternehmen 2007 starten. Es führt Transporte vom
Hafen in Matadi in die Hauptstadt Kinshasa (350 km) und in der
Umgebung der Hauptstadt durch.Alle rentablen Betriebe der FOCOL geben 10% des Reingewinns in einen Sozialfond der Focol. Auch als Kreditnehmer wird man dazu aufgefordert. Aus diesem Fond sollen in erster Linie Strassenkinderprojekte unterstützt werden.
Die AIDS-Prävention erfolgt durch die Partnerschaft mit der NGO Fosi (Fondation contre le SIDA)
Der Direktor eines Waisenhauses im gleichen Quartier ist sehr an einer Zusammenarbeit mit unserem Projekt interessiert. Wir konnten mit Geld, das wir vermittelten, einen Beitrag an den Wiederaufbau eines Gesundheitszentrums leisten, das dem ganzen Quartier dient.
Gilchrist Neves hat für seine Abschlussarbeit der Grundausbildung an der Uni die Heilpflanze "Artemisia annua" gewählt. Er lernte dabei, sie anzupflanzen und dann zu Teepulver gegen Malaria und zu Pomade gegen Hämorrhoiden zu verarbeiten. Diese Kenntnisse möchte er einer breiteren Bevölkerung für eine kostengünstige Malariabekämpfung weitergeben.
In einem ärmeren Quartier sind ein Kindergarten und eine Primarschule für bedürftige Kinder, die sonst keine Schule besuchen könnten, geplant. Frau Anna Kaluseyiko ist Lehrerin und Mutter von fünf Kindern. Sie möchte dieses Projekt realisieren, ist aber auf Spenden angewiesen.