Projekte


Unsere Projekte werden an Ort und Stelle in Kinshasa unter der "Fondation La Colombe" (FOCOL) umgesetzt.
Um die Mittel wirkungsvoll einzusetzen, werden verschiedene kleine Projekte gezielt gefördert.

Microfinances :    Hilfe zur Selbsthilfe

Im Kreditinstitut Das Institut für Micro-Finanzen (IMF) heisst mit ausführlicher Bezeichnung "MEC La Colombe" : MICROFINANCES-EPARGNE ET CRÉDIT.
Es vergibt Kleinkredite und verlangt, dass Kreditnehmende auch gleichzeitig ein Sparkonto anlegen müssen.
Als weitere Bedingung muss jede Person an einem Seminar mit drei Modulen teilnehmen:
Im Seminar Ausbildung der Kreditnehmer Links: Momentaufnahmen aus der Ausbildung

Zwei Beispiele für den Krediteinsatz :
Eine Frau betreibt einen kleinen Getreidehandel. Sie verwendet den Kredit von 100$ zum Kauf von Mehlsäcken á 45 kg. Sie füllt es in 1 kg Säcke ab und verkauft diese mit Gewinn.
Ein Schneider braucht den Kredit, um Stoff anzukaufen und erweitert damit sein Angebot.


Kleinunternehmen :    Arbeitsstellen und Lehrstellen schaffen

Aus der Eigeninitative der jungen Neves-Leute sind vor einiger Zeit, noch ohne unsere Hilfe, mehrere Kleinunternehmen entstanden. Wir unterstützen sie wo notwendig, mit der Auflage, dass in den Unternehmen junge Leute ausgebildet und beschäftigt werden.

Pâtisserie

Nsambu vor Backofen Nsambu, der jüngere Sohn der Familie Neves, hatte in
einem Zimmer eine Pâtisserie angefangen, um sein
Studium zu finanzieren. Wir halfen ihm, sie auszubauen
und zu vergrössern. frische Backware









Gemüsekulturen

Gemüsekulturen Die Gemüsekulturen von Gilchrist, dem älteren Sohn und der Mutter Neves, dienen als
Haupteinnahmequelle der Familie. Sie haben 35 Beete angelegt und beschäftigen vier
junge Leute. Frauen als Gemüseverkäuferinnen erhalten hier ebenfalls einen Verdienst.








Nähatelier

Tochter Vuvu Vuvu ist ausgebildete Lehrerin und hat sich auf das Nähen von Kleidern spezialisiert. Sie arbeitet im Haushalt der Grossfamilie Neves und mit zwei Handnähmaschinen unterrichtet sie zwei Schülerinnen im Nähen. Sie möchte ein Nähatelier eröffnen, wo sie Platz hat und jungen Frauen das Nähen beibringen könnte.






Informatikschule :    Ausbildung für die Zukunft

Informatikschule Unter den vielen Hilfsgesuchen im Sommer 2003 figurierte auch eine Informatikschule. Von einem Freund erhielten wir das Gratisangebot von einem Dutzend älterer, aber noch funktionsfähiger Computer. Mit dem Transport zweier Lastwagen konnten diese in den Kongo mitreisen. So konnte als erstes eine Informatikschule und ein Internetcafé aufgebaut werden.
Es lief nicht alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten - das Internetcafé musste aufgegeben werden. Heute gibt es zwei Informatikschulen, verbunden mit Büroservicearbeiten. An beiden Standorten können junge Menschen mit Informatikkenntnissen angestellt werden.

Focolprojekte :    Selbstfinanzierung

Die Schweinezüchterei (Porcherie La Colombe)


Bauplatz der Porcherie Stützmauer Mit diesem Unternehmen lässt sich relativ viel Geld verdienen. Gilchrist Neves konnte dazu in günstiger Lage ein Gelände erwerben. Mit dem Bau wurde 2007 begonnen, der Aushub und die notwendigen Stützmauern sind vollendet. Nun wurde der Kredit für den ersten funktionsfähigen Teil des Stalles gesprochen, und der Bau kann nun in Angriff genommen werden.
Der Erlös der Porcherie soll das Kapital der Kreditgenossenschaft vergrössern und dieser zur Selbständigkeit verhelfen.

Das Transportunternehmen TRANSFOCOL

Der Mercedes der TRANSFOCOL Dank eines Camions (Mercedes 1722, 10-Tönner), der von privater Seite vorfinanziert wurde, konnte das Transportunternehmen 2007 starten. Es führt Transporte vom Hafen in Matadi in die Hauptstadt Kinshasa (350 km) und in der Umgebung der Hauptstadt durch.
Die TRANSFOCOL soll als Beispiel dienen, wie ein KMU funktionieren kann. Mit dem Gewinn soll ein 4x4 Personenwagen finanziert werden, der dringend benötigt wird, ferner sollen der Unterhalt der Fahrzeuge und evtl. weitere Neuanschaffungen ermöglicht werden.



Soziale Projekte :    Hilfe für Bildung und Gesundheit

Diese Projekte sind zum Teil erst in der Planungsphase oder in Ansätzen vorhanden.

Alle rentablen Betriebe der FOCOL geben 10% des Reingewinns in einen Sozialfond der Focol. Auch als Kreditnehmer wird man dazu aufgefordert. Aus diesem Fond sollen in erster Linie Strassenkinderprojekte unterstützt werden.

Die AIDS-Prävention erfolgt durch die Partnerschaft mit der NGO Fosi (Fondation contre le SIDA)

Der Direktor eines Waisenhauses im gleichen Quartier ist sehr an einer Zusammenarbeit mit unserem Projekt interessiert. Wir konnten mit Geld, das wir vermittelten, einen Beitrag an den Wiederaufbau eines Gesundheitszentrums leisten, das dem ganzen Quartier dient.

Gilchrist Neves hat für seine Abschlussarbeit der Grundausbildung an der Uni die Heilpflanze "Artemisia annua" gewählt. Er lernte dabei, sie anzupflanzen und dann zu Teepulver gegen Malaria und zu Pomade gegen Hämorrhoiden zu verarbeiten. Diese Kenntnisse möchte er einer breiteren Bevölkerung für eine kostengünstige Malariabekämpfung weitergeben.

Mama Anna mit ihren Strassenkindern

In einem ärmeren Quartier sind ein Kindergarten und eine Primarschule für bedürftige Kinder, die sonst keine Schule besuchen könnten, geplant. Frau Anna Kaluseyiko ist Lehrerin und Mutter von fünf Kindern. Sie möchte dieses Projekt realisieren, ist aber auf Spenden angewiesen.




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